Ein Job bei jedem Wetter

Seenotretter sind rund um die Uhr in Bereitschaft. Das war vor 150 Jahren so, als die Rettungsschiffe noch aus Holz gebaut waren und  der Wind in die Segel blies. Kaum vorstellbar, unter welchen Umständen Männer für Schiffbrüchige ihr eigenes Leben riskierten, um andere n das Leben zu retten. Der „Fürst“ ein Rettungsschiff mit 8,5Meter Länge wurde 1893 von der Stammtischrunde „Fürst Bismarck“ gestiftet und hat bis 1924 94 Menschen das Leben gerettet.

Heutige Seenotrettungskreuzer sind wahre Wunderwerke der Technik. Eine ganze Flotte Seenotrettungsschiffe präsentierten bei sonnigem Wetter interessierten Ziuschauern am Nordstrand Ausschnitte ihres Können., wozu auch ein Ballett gehörte.

Den gewaltigen Wasserstrahl von bs 80 mtr. Weite speisen je Minute 6300 ltr. Damit können Feuer im havarierten Schiff gelöscht werden, Dunstwände erzeugt werden, um sich vor der Brandhitze zu schützen oder Gäste am Strand begrüßt werden. Ist im Notfall die Atmosphäre gefährlich,  z.B. weil giftige Rauchgase entweichen, kann der Wasserstahl per Fernbedienung aus dem Inneren des Schiffes gesteuert werden.

Nur selten zu sehen ist eine Tandemrettung . Hier übergibt im nächsten Moment die Hubschrauberbesatzung den „Verletzten“ mit einem Begleiter an die „Bernhard Gruben“, die die beiden in Empfang nehmen wird. Im Notfall kann auf dem Rettungskreuzer die Erstversorgung geleistet werden.

Die „Bernhard Gruben“ wurde nach einem Vormann (Kapitän) der am 1.1.1095 sein Leben bei einem Einsatz auf See gelassen hat, benannt. Ihr Gesamtgewicht beträgt 80 Tonnen und fuhr 2011 etwa 200 Einsätze. Sie ist im Hafen von Norderney mit ihrem Tochterschiff „Johann Fidi“ in laufender Bereitschaft stationiert.

Der Präsentation anlässlich der Jubiläumsfeier 150 Seenotrettung Norderney hat allen Beteiligten Spaß gemacht und war bei Postkartenwetter auch ein wichtiges Übungsfeld. In Notfällen sieht die Wetterlagen meist anders aus. wenn der blanke Hans von Orkanstürmen meterhohe Wellen wirft.