Meerkohl wieder auf Norderney findbar

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Bild von Malte, wikimedia, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Molekuel/gallery

Der Norderneyer Nationalpark ist immer für eine Überraschung gut. Nach 170 Jahren der Abwesenheit haben Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung eine botanische Seltenheit im Wattenmeer entdeckt: den echten Meerkohl, der laut niedersächsischer „Rote Liste“ als extrem selten gilt.

Im Schlick des Wattenmeeres wurden bislang mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten gezählt. Nun ist es eine mehr. Die 30-60 cm hohe Staude, auch Mondraute genannt, findet sich generell an kiesigen Regionen der Küste von Nord- und Ostsee. Sie benötigt jedoch besondere Bedingungen für ihr Gedeihen und bevorzugt Brackwassertümpel mit dem richtigen Gehalte an Salzwasser.

Engländer und Franzosen schätzen den Meerkohl in ihrer Küche und verzehren Blätter und Sprossen, die geschmacklich eine Ähnlichkeit zum Brokkoli bzw. Blumenkohl aufweisen. Mit einem hohen Gehalt an Vitamin C lässt sich dieses Gemüse ungeschält verarbeiten wie Spargel, also durch kurzes Kochen in Salzwasser und serviert mit ein wenig Butter.

Hoffentlich bleibt der Meerkohl diesmal ein wenig länger auf Norderney ansässig.

Beitragsbild: Malene Thyssen, http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Malene